Mein erstes Mal in Jesolo – so geht Wein.

Der Motorradurlaub liegt zwar schon wieder einige Wochen zurück, aber der zweite Teil unserer Reise muss erst noch geschrieben werden. Denn eines muss man sagen: So geht Wein. Jeder war irgendwann mal schon in Jesolo. Nur ich bisher nicht. Also war es allerhöchstens an der Zeit.

Nach der Ankunft in Jesolo, wir hatten uns einige Male verfahren und haben sogar die Strecke übers Meer direkt ins Innere von Venedig mitgenommen, waren wir doch einigermaßen erschöpft. Deshalb gabs zur Belohnung mal ein Bier.

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Das Hotel das uns Angelika empfohlen hatte, war super! Der Rest von Jesolo war so, wie ich es mir vorgestellt hatte – endlose lange Reihen von Liegen, Sonnenschirme soweit das Auge reicht.

Wir hatten Glück, es war Nachsaison und es war schon sehr wenig los. Genau noch in dieser Woche hatten die Strandlokale offen, sie wollten genau an unserem Abreisetag schließen. Perfektes Timing also.

Das Hotel war eine himmlische Oase mit gutem Essen, gutem Wein, tollem Service und Gemütlichkeit. Als wir noch planen wollten, wo wir zu Mittagessen würden, wurde das Mittagsbuffet aufgetischt. Alles vom Feinsten, Fisch, Nudeln, Muscheln, Lasagne, was die italienische und mediterrane Küche so hergab. Wozu also in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah lag. Prompt buchten wir die Halbpension nach und aßen im Hotel. Der hoteleigene Pool war herrlich und es war so gut wie nix los.

Und auch reservierte Liegen am hoteleigenen Strand gehörten dazu. Wie fein war das denn.

Das Abendessen ließen wir aus, wir gönnten uns nur ein kleines Club Sandwich an der Strandbar um es uns dann zur Weinverkostung im Hotelgarten gemütlich zu machen.

Erster Abend 14.9.: Sauvignon Blanc und Cabernet Sauvignon

Sauvignon Sankt Valentin, aus der Kellerei St. Michael-Eppan, am Fuße des Mendelstocks. Der Name ist schon deshalb witzig, weil meine Familie mütterlicherseits aus Sankt Valentin stammt. Ein Sauvignon Blanc 2017 mit fetten 14,5 % Alkohol. Eine Granate. Den Alkohol schmeckte man nicht. Gelbgrün, fruchtig, Stachelbeere und Hollunder, voller Körper, tolle Säure.

Günter blieb beim Lis Neris – Cabernet Sauvignon 2016 hängen. Auch ein Wein aus der Region, aus San Lorenzo, wo unser Kellner herkam, mit 13% ein eher leichter Cabernet, rubinrot, trotzdem würzig, beerig´, als Sekundäraromen Leder und Vanille. Die Tannine trotz des jungen Alters schon gut eingebunden.

 

 

 

Zweiter Abend 15.9. Der Amarone Teil I

Nach einem kleinen Orientierungsspaziergang am Lido Ost, (der außer einem schönen Karussell und vielen Bars) nicht viel zu bieten hatte,  20180914_195018

hatten wir unser Date mit dem Kellner, der eine Mischung aus C3PO, Alien und Diener war. So unsympathisch er noch am ersten Abend rübergekommen war, so sehr konnten wir ihn am zweiten Abend leiden. Er war einfach klasse – professionell, trockener Schmäh, guter Geschmack, tolle Manieren.

Günter wollte seinen ersten Amarone probieren und ließ sich beraten. Wir nahmen die empfohlene Flasche von Bertani, Jahrgang 2007 für 100€. Einfach HERRLICH!

Wie es hier LINK bei Millesima so schön beschrieben ist:

Bertani hat hier einen sehr schönen Jahrgang eines Amarone della Valpolicella Classico produziert. Der Amarone Bertani 2007 ist ein tiefgründiger Wein, der eine tiefdunkle Farbe hat, die fast an Tinte erinnert. In der Nase erkennt man bereits subtil die Komplexität und eine gewisse Dichte mit Noten von schokoladigen schwarzen Früchten, die man im Mund wiederfindet, aber dessen aromatischer Ausdruck noch diskret ist. Im Mund zeigt er seinen vollen Charakter mit einem schönen Säuregerüst, der mit der Fülle des Körpers und dem Alkohol rivalisiert, ohne unausgeglichen zu wirken. In der Mitte der Zunge ist er schwer und besitzt eine anspruchsvolle Tanninenstruktur. Dieser Amarone ist gleichzeitig kräftig und elegant.

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Dritter Abend: 16.9. Der Amarone Teil II

Der Amarone ist natürlich kein Wein, den man an einem Abend ausbürschtelt. So hatten wir am Folgeabend auch noch 3 Achterln übrig.

Danach genehmigten wir uns noch vom Sherry und vom Vermouth – den Professore natürlich, und vom mittlerweile liebgewonnen Sauvignon Blanc und Cabernet Sauvignon. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Am 17.9. nahmen wir Abschied vom netten Hotel Elite.

In harten 8 Stunden fuhren wir direkt nach Hause, das ist am Motorrad in unserem Alter schon ein hartes Stück Arbeit. Und was bleibt übrig? Viele super Eindrücke und die Erinnerung an 10 Tage Motorrad Urlaub ohne eine einzige Regenminute 😉

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