Weinreise 2019: Über 7 Bundesländer und das Loisium zum Önologiekurs. Etappe 1-3

Erste Etappe: 403 km, 20.9.2019

Es war eine Monstertour die wir vor uns hatten: Von Wien, über Niederösterreich, einen kurzen Halt bei Linz, weiter durch Oberösterreich – nach Deutschland zur lieben Jenny und zum lieben Christoph, die seit Jennys Praktikum bei uns vor 4 Jahren zu liebgewonnenen Freunden geworden sind. Jenny hatte zur Geburtstagsfeier geladen und wenn Jenny ruft, dann kommen wir.

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Unser Navi gab eine Fahrzeit von 4 Stunden an, also sollte Abfahrt um 14:00 völlig ausreichend sein. Nun, es ist dann 14:30 geworden, einmal falsch von der Autobahn abgefahren, viele Umleitungen und Baustellen und zack, schon waren es statt 4 Stunden 6,5 Stunden Fahrzeit und wir sind statt um 19:00 um 21:30 angekommen.

Ein Viertel „Fürst der Finsternis“

Völlig durchgefroren und erschöpft haben wir trotz Ortssperre in Ebersberg unser Hotel schnell gefunden und um 22:00 gabs zum „Wärmen von Innen“ wie es Thomas, der nette Chef vom Hotel bezeichnete, einen Nero D’Avola aus Süditalien. Wir vergaßen, dass unsere deutschen Nachbarn Bier und Wein in größeren Gebinden ausschenkten und wir bekamen statt dem erwarteten Achterl ein Vierterl. Da relativiert sich der etwas höhere Preis gleich wieder. Chianti, Nero D’Avola und Primitivo, sowie Panna Cotta und Tiramisu stehen lustigerweise auf jeder Karte in oberbayrischen Lokalen.

Der „Schwarze aus Avola“ wurde seinem Namen mehr als gerecht. Dunkles Granatrot, viel Frucht, sanfte Tannine und doch auch kräftiger aber gut eingebundener Alkohol wärmten tatsächlich gut von innen und es machte mir ausnahmsweise nichts aus, dass der Calabrese eigentlich eine Spur zu warm serviert wurde.

Thomas, der seit 2 Jahren Chef vom Seeluna ist, zog alle Register. Der ex-ITler, Fengshui Schüler, Zopfträger aus Überzeugung und NeoGastronom hatte eine interessante Geschichte und setzte sich zu uns. Zum Aufwärmen spendierte er ein Schnapsi aufs Haus, Günter traf schnell seine Wahl und entschied sich für einen Grappa. Da ich Schnaps meistens auslasse – außer es gibt guten Nuss – wollte ich passen. Doch Thomas überraschte mich mit einem Nusssortiment – das Seinesgleichen sucht. Ich kostete Erdnuss und Kaffee – einfach herrlich.

Ebersberg am Klostersee zeigte sich von seiner besten Seite, 21.9.2019

Das Hotel Seeluna am Klostersee entfaltete seinen ganzen Charme erst am nächsten Tag. Eine wunderschöne Terrasse, Blick auf den sehr kleinen Klostersee (ein Badeteich mitten im 14.000 Einwohnerstädtchen), tolles Wetter und gutes Essen (Flammkuchen mit Steinpilzen und ein Klosterseeschnitzel). So konnte ein Urlaub beginnen. Bei kleinen Besorgungen um Ort wurden wir oder besser gesagt ich von Musik angezogen und wir fanden an einem alten Ortsplatz ein kleines Fest, mit Livemusik, Shows, Getränken und einer Demo der Feuerwehr. Und wie es der Zufall so wollte, trafen wir unsere Lieblingsfeuerwehrmann  den stellvertretenden Kommandanten Christoph vor. Er nachm sich viel Zeit für uns und erklärte uns geduldig vieles zum Thema rund um die Feuerwehr und Feuerwehr Autos. Wie sorgfältig so ein Auto ausgerüstet und aufgeräumt ist, welche Geräte man immer für jede nur mögliche Situation dabei hat. Obwohl über diese Situationen will man eigentlich gar nicht so genau nachdenken. Und dann schaute auch Jenny schon  vorbei.

Am Abend, bei der Feier, trafen wir einige, die wir bereits aus Erzählungen kannten: Rainer und Julia, von denen wir schon viel, natürlich nur Gutes, gehört hatten und die liebe Marietta, die hoffentlich einen tollen Urlaub in Fuerte Ventura hat. Lustigerweise bekam Günter vom Geburtstagskind ein Geschenk – sie hatten uns einen holländischen Wein (Airborne) und Sanddorn Likör vom Urlaub mitgebracht. Die Party war super, gutes Essen, guter Wein, liebe Gäste und tolle Gastgeber. Wir waren froh, den „Abstecher“ gemacht zu haben. Danke nochmal für die liebe Einladung.

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Auf einen Orange in Kärnten. Zweite Etappe 260 km. Quasi ein Katzensprung. 22.9.2019

Am nächsten Morgen hatten wir noch ein nettes und üppiges Frühstück im Cafe am Ortsplatz mit Jenny und Christoph und dann hieß es leider auch schon wieder Abschied nehmen.

Weiter gings quer durch Salzburg nach Kärnten ins Hotel Prägant, Ein Stopp mit mindestens einer Nacht gehört mittlerweile bei jeder Motorrad Tour fix dazu. Zur Halbpension (Beef Tartar, Kokos Papaya Suppe, Zandergulasch, Käseplatte) wählten wir eine Flasche „Souvignier gris“ , eine der neuen Piwi Sorten, die „Orange“, also mit Maischestandzeit ausgebaut wurde.

Für Orange lasse ich mich gerne begeistern, dieses Mal war ich ein wenig enttäuscht, die Piwi Sorte hat noch nicht genügend Körper, um einen richtig fruchtigen und gehaltvollen Orange zu liefern. Die Weinbauern brauchen hier noch Zeit und Erfahrung, erstens mit Orange und zweitens mit Piwis.

Dritte Etappe: von Bad Kleinkirchheim nach Ehrenhausen. Wann kommen denn da nun endlich die Weinberge? 23.9.2019

Am nächsten Tag gings weiter nach Ehrenhausen, ins vielgerühmte Loisium. Eine schöne Route, wir erwarteten viel Wein. Doch nach Maisfeld um Maisfeld gings über die Soboth zu Hopfenfeld um Hopfenfeld. Wir dachten schon, wir wären falsch, dann endlich, hinter Leutschach – die Weingärten. Wunderschön.

Oben prangerte riesig und modern das Loisium – ein tolles Spa Hotel, das nicht umsonst von allen so positiv bewertet wurde. Wir verbrachten den Nachmittag in der Vinothek, der Somm machte mit uns eine kleine Weinverkostung und danach ließen wir den Abend kulinarisch im Restaurant bei Beef Tartare, geschmorter Kalbsschulter und steirischem Backhendl ausklingen.

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Erste Verkostung: Die Weine des Abends:

1a) Muscara, eine neue Piwi Sorte (Weingut Masser)
1b) völlig unerwartet – ein Riesling

2a) Pinot Gris
2b) ein wunderbarer Welschriesling (SUPER!). Momentan werde ich zum Welsch Fan!

3a) endlich ein Sauvignon Blanc
3b) ein Chardonnay Ried Grassnitzberg von Polz (SUPER!)

4a) Sauvignon Blanc von Pongratz
4b) Pinot Blanc Schusterberg Maitz

5a) Sauvignon Blanc
5b) Pinot Gris

Dann haben wir entschieden, wo es am nächsten Tag hingehen sollte: Wir haben Sattlerhofe, Goed Winemakers und Lackner Tinnacher ausgewählt.

Das nächste Mal möchten wir uns anschauen:

Aber sie sollen ja alle soo toll sein.

 

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