Versöhnliches Winzerjahr Modul 5 – Tag 1: Ein Wein für Erwachsene

Peter Reiter hatte uns eingeladen, bei der Flaschenabfüllung dabei zu sein. Er nennt ihn „einen Wein für Erwachsene“ – trocken und hoch im Alkohol ist er geworden.

Liebe Winzerkursteilnehmerin, Lieber Winzerkursteilnehmer, ich freue mich, euch anbei das aktuelle Programm für die kommenden Tage an der Weinbauschule Krems übermitteln zu können, und wünsche euch eine gute Anreise! Sollte jemand FOTOS vom Winzerjahreskurs haben, bitte um baldige Übermittlung an mich (Jahresrückblick) Für alle, die bereits bei der Abfüllung dabei sein wollen – TREFFPUNKT Weinkompetenzzentrum Keller am Donnerstag, 09. Mai 2019 um 13.00 Uhr. Sollte jemand verhindert sein bzw. oder nicht mit dem Bus mitfahren, BITTE UNBEDINGT UM INFO vorab an mich!  Falls jemand noch zusätzliche Piwi-Reben möchte – bitte bei mir melden! (blaue / weiße / kernlos
) (Reihung nach erfolgter Meldung und Verfügbarkeit)

Und so brachen wir am Donnerstag, den 9.5.2019 leider zum letzten Mal nach Krems zur Wein und Obstbauschule auf, um unsere Wein abzufüllen. Dieses Mal mit leerem Gepäck um möglichst viel unseres Weins mit nach Hause nehmen zu können.

Als wir um 12:30 beim Shop eintrafen, war Roland schon da und der Shop geschlossen. Eine nette Dame öffnete uns und versorgte uns mit Prosecco. Um 13:00 waren gut zwei Drittel der Kursteilnehmer da, obwohl es eine freiwillige Veranstaltung, die nicht Bestandteil des Kursprogrammes ist, war.

Das hätte ich nicht verpassen wollen!

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Die Flaschenabfüllung war so super! Sehr interessant, viel Action und Lärm (so ein Glück, dass ich Ohropax mit gebracht hatte) und sehr unterhaltsam. Diese Lesson hat echt Potenzial und hätte es sich verdient ins reguläre Kursprogramm aufgenommen zu werden. Alle die nicht dabei waren, haben etwas verpasst.

Voll der Ferrari unter den Abfüllanlagen

Der Kellermeister Völker übergab an seinen Vize. Aus datenschutzrechtlichen Gründen durften wir nicht filmen, aber Fotos machen. Er erklärte uns die Anlage.

Auf der linken Seite waren die Pumpen und Filter positioniert und auch der abzufüllende Wein in einer 1000 Liter Box, die aber nur zu einem Drittel gefüllt war. Die Pumpe sog mit einem Schlauch (etwa 6cm Durchmesser) den Wein aus der Box, der dann in einem Hi Tech Filter filtriert wurde. Dann führte der Schlauch weiter zu Abfüllung in der Mitte.

Wir lernten, dass die abzufüllende Flüssigleit (Wein, Saft, …) vor der Abfüllung klar – also frei von Trübstoffen, filtriert, stabil (pasteurisiert, geschwefelt) sein muss. Es muss alles was man braucht hergerichtet sein (Flaschen, Schrauber, Korken, Etiketten, Wein,…)

Links war die Flascheneingabe. Wir hatten vor, etwa 600 Flaschen (er wurde nun überraschenderweise doch trocken ausgebaut und in großen Flaschen abgefüllt, nicht wie letztes Mal besprochen süß und in kleinen Flaschen) abzufüllen. Die Anlage macht etwa 2000 Flasche die Stunde, wir gingen also von 20 Minuten Abfülldauer aus.

Die Flaschen wurden von der Anlage über ein Förderband in Reih und Glied gebracht und in der ersten Station mit kochendem Wasser ausgewaschen und sterilisiert.  Dann wurde der filtrierte Wein in die Flaschen gefüllt. Die Flasche wird mit CO2 „versiegel“ also vor Oxidation geschützt. Diese CO2 Auflage sorgt auch dafür, dass in jeder Flasche gleich viel Wein ist, also oben immer gleich viel Platz leer ist.

Das wird auch vom Abfüller kontrolliert, in diesem Fall von Herrn Völker und Gü, mit einem geeichten Messbecher. Eine bereits gefüllte Flasche Wein wurde aus der Kette genommen, und ihr Inhalt in den Messbecher umgefüllt. Es wird die Temperatur gemessen (18°C) und die Menge (etwa 7mm unter dem Eichrand). Herr Völker besprach sich mit seinem Vize und sie stellten die Anlage um.

Dann die nächste Messung. Jetzt füllte der entnommene Wein den Messbecher bei 18°C genau bis zum Rand. Bei 20°C würde sich die Flüssigkeit ausdehnen und über den Rand hinausgehen. So passte das, meinte Herr Völker, und die Messung war beendet. Der Wein aus dem Messbehältnis wurde wieder zum Wein zurückgeschüttet.

Nach der Abfüllung und der CO2 Zugabe, wurde der Schrauber aufgesetzt und angedrückt. Er soll so fesst sein, dass er sich beim Aufschrauben nicht mitdreht, sonst ist er undicht, lernten wir. Danach wurde die verschlossene Flasche nochmals gewaschen und gereinigt und das Etikett aufgebracht.

Als Schwachstellen der Anlage identifizierten wir die Verschraubung und die Etikettierung. Wenn etwas nicht passt, schaltet sich nämlich die Anlage ab. Alles auf Stillstand. Dann Schrauber nachfüllen oder die Etiketten korrigieren. Dann kanns weiter gehen. So dauerte unsere Abfüllung statt der geplanten 20 Minuten doch eine gute Stunde.

Die Etiketten hatten Michaela et al designed und sie sehen super aus.

Nach der Etikettierung werden die Flaschen von der Anlage genommen und die gefalteten Kartons gesteckt. Dann wird der Karton verschlossen und auf die Palette gestellt. Jeder von uns sollte ein bis 3 Kartons bekommen. Der Hammer.

Herr Völker versorgte uns nach der Abfüllung noch in der Vinothek der Wein und Obstbauschule Krems mit ein paar Kostproben, unter anderem natürlich dem Veltliner, dem Riesling aus dem Steinfass und dem neuen Donauriesling (einer PiWi Rebe).

Um 16:00 war der erste Tag vorbei. Er hat uns riesen Spaß gemacht.

Ich war nach getaner Arbeit richtig hungrig geworden, das Mittagessen war ja auch ausgefallen, und das geplante Essen mit Nicole, Sarah und Werner im Nicolaihof konnte ich leider nicht mehr abwarten. Restaurant Klinglhuber öffnete erst um 17:30 und so folgten wir der Empfehlung des Taxlers: Die schwarze Kuchl in der Fussgängerzone war super. Käsespätzle und Kalbsrahmgulasch – einfach lecker.

Und hier ist der Papierkram zum Wein:

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