Unser Winzerjahr hat begonnen – nass und kalt und richtig cool. Tag 1.

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Die Eckdaten des ersten Modules

3 Tage – 3 Vortragende – 30 Weine – 30 Stunden – 300 Stecklinge – 22 Teilnehmer.

Dieser Stoff steht uns bevor:

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Programm 1.2.2018

09:00 Begrüßung und Besprechung des Programmablaufes

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09:15 Die Struktur des österreichischen Weinbaues (DI Dr. Christian Jabaurek, Lebensministerium Abteilung Wein)

10:30 Verkostungstraining (Hans Holletz, Weinakademiker)

Hans Holletz wollte uns einen anderen Blickwinkel auf die Verkostung eröffnen. Wir sollten immer an die Qualität des Weines in den Fokus stellen.

  • War es ein großer Wein, den wir vor uns hatten, oder ein sehr großer?
  • Oder war es gar kein Großer?
  • War er einfach oder komplex?

Und dann sollten wir begründen, wie wir zu unserem Ergebnis gekommen waren.

  • Sollte man jetzt trinken oder erst später? Würde er sich noch entwickeln oder musste er vielleicht sogar noch reifen?
  • War er eher in eine warme oder kalte Gegend einzuordnen?
  • Was wären wir bereit, für den Wein zu bezahlen?
  • War der Wein ein guter Speisebegleiter? Würden wir eine Kaufempfehlung abgeben?

Auch empfahl er uns, das schwierige Wort „Mineralität“ zu vermeiden und dafür lieber Begriffe wie salzig oder lössig zu verwenden. Wir bekamen den Tipp, dass Petrol als Reifenote ein guter Hinweis auf einen Riesling Smaragd sein konnte. Wenn man Glycerin schmeckt, bezeichnet man das als mollig. Karamellnoten bringt man sehr gut mit den Zuckerln unserer Kindheit „Stollwerk“ in Verbindung. Hat ein Wein viel Säure und viel Alkohol kann es gut ein Riesling sein.

 

Besondere Merkmale der verkosteten Weine:

  1. 2017 – Grüve – Lössmann: Säure, Zitrone
  2. 2016 – Spätlese Triebaumer – Süß – Restzucker, wenig Alkohol – daher Schluss auf Spätlese. Für Auslese fehlen die Botrytisnoten. Stark nach Weißbrot – lässt auf Weißburgunder schließen.
  3. 2011 Riesling Achleiten Domäne Wachau- Reifenoten, fruchtig, Zitrone
  4. 2015 Riesling – Fass, Physalis, Quitte, Glycerin
  5. Italien – kein Bild – Kaputter Wein – Lagerfehler, stark oxydiert.
  6. 1997 – Chardonnay – Sehr reifer Wein
  7. Orange von Schmelzer – frühroter Veltliner – Unfiltriert, heftige Tannine, Essigsäure
  8. 2016 – Sauvignon Blanc – einfach typisch
  9. 2005 Blaufränkisch – Unfiltriert, tertiäre Reifenoten, Trinkzeitpunkt deutlich überschritten (war zu lange offen) schon leicht grau
  10. 2013 Blaufränkisch – filtriert, jung – purpur, viel Tannin, hohe Säure – hat also noch Potenzial
  11. Henry Milau – oxidiert
  12. 2013 Cuvee Pannobile – Judith Beck
  13. 2015 Pinot Noir
  14. 2016 Grüve

13:00 Mittagessen im Mariandl

14:30 Biologie der Rebe, Reborgane und deren Funktion, Erziehungs- und Schnittsysteme, Praktischer Rebschnitt (Anton Schmid, Weinbauschule Krens)

Nach etwa einer Stunde begann es erst zu regnen und dann zu schütten. Das war bei Temperaturen annähernd am Gefrierpunkt ziemlich unangenehm, auch wenn man gut und warm angezogen war. Und da wir gesundheitlich schon ein wenig angeschlagen und verschnupft waren, gaben wir nach 90 Minuten auf. Die anderen hielten tapfer durch – während wir uns im Klassenzimmer schon aufwärmten.

17:00 Weinverkostung mit anschließender Jause (mit Anton Schmid und Herrn Maus)

19:30 Ende erster Tag

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