Angekommen in Deutschkreutz. Hier steppt der Wein-Bär!

13.Juli 2017 – Das Rotweinfestival in Deutschkreutz ist in vollem Gange. Und wir sind mittendrin.
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Im Hotel Schreiner waren alle schon ein wenig ungeduldig. Alle wollten pünktlich zur offiziellen Eröffnung des Weinfestivals um 20:00 am Hauptplatz. Das Hotel war ein super Tipp von meinem Arbeitskollegen: Wie alles hier, wirkt es ein wenig mediterran, sehr entspannt, freundlich und ruhig. Einfach super und das versprochene Abendmenü war lecker: Fritattensuppe, Käsespätzle/Schweinslungenbraten mit Eierschwammerl, Grand Manier Parfait.

Das erste Achterl vom Gü war ein offener Blaufränkischer vom Weber, leider zu warm. Mein erstes Achterl war ein Zweigelt vom Grenzlandhof Reumann, gekühlt aus der gekauften Flasche. Dann brachen auch wir auf. 21:00 war früh genug, wir wurden mit  Armbändchen, Weingläsern, Bons und Guide ausgerüstet.

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Wir starteten unsere Verkostungstour oben am ersten Stand beim Kovacs und erlebten sofort

Das erste Highlight:

Der Pinot Noir 2014 war super. Fruchtig, leicht, beerig und rund. Der Junior Chef selbst, jung, sympathisch und sehr ambitionierter Kellermeister, erzählte von seinen Erfahrungen und plauderte aus dem Nähkästchen. Total interessant. Wir versuchten den Blaufränkisch Höblisch DAC 2014 und danach eine Spezialität: Den coolen Roten. (Nein, die Jugend hatte kein Cola Rot bestellt, der Wein heißt tatsächlich cooler Roter).

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Der nächste am Weg war der Gager. Am Weingut waren wir schon am Weg vom Hotel zum Zentrum vorbeigekommen, es erinnert ein wenig an eine moderne Kirche. Wir greifen immer wieder gerne zum Quattro, er war auch heuer der rote Tischwein auf meiner Geburtstagsfeier, aber auf einer Weinreise will man ja was Neues kennen lernen und so kosteten wir den Ried Fabian 2015. Schnell kamen wir  zum Schluss, dass der Abend noch nicht reif für einen Gager war.

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Also weiter zum Hauptplatz. Andy Moos und seine zwei Freunde machten gute Unterhaltungsmusik. Der ganze Ort sah aus, wie ein Weihnachtsmarkt, nur fehlten Schnee und Kälte und der ganze Weihnachtsschmuck. Aber die kleinen Hüttchen und die Lichterketten, die vielen Menschen, die gute Stimmung und der Gesang erinnerten ein wenig an Adventzauber.

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Man muss schon sagen:

Top organisiert und einfach klasse.

Besser geht’s eigentlich nicht. Alle namhaften Weingüter waren vertreten. Für 1, 2, 3  der sogar 4 Bons konnte man sehr gute Sechzehntel vom Qualitätswein erwerben. Total praktisch, kein Scheine und Münzen kramen, kein Wechselgeld, kein Herumtüfteln ob man Trinkgeld geben soll oder nicht. Durchkosten ohne Ende, ein Wein besser als der andere. Für kulinarische Versorgung war auch gesorgt, wir waren aber nicht mehr hungrig.

Einziges Manko: Der Wassermangel.

Es war gar nicht so einfach herauszufinden, wie man zu einem Glas Wasser zum Wein kam. Man konnte zwar überall Wasser mit Sprudel kaufen, aber stilles Wasser oder Leitungswasser war Mangelware. Nach dem Gager gab es also mal ein Glas Mineral mit Blubber. Nicht so meins. Danach holten wir uns

Das beste Glas des Abends:

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Der Blaufränkisch Classic 2015 vom Weingut Josef & Maria Reumann. Ein grandioses Glas wein, fruchtig, würzig, gebietstypisch, herrlich. Eine Granate für nur 1 Bon!

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Wir wollten das andere Ende des Festivals auch noch sehen und nahmen uns vor, analog zum Start, auch am letzten Stand des MArktes ein Sechzehntel zu trinken. Es war der Stand vom Weingut Ernst. Ein informatives Gespräch mit der sehr freundlichen Chef-Mutter, dem „Mädchen für alles“ wie sie sich selbst nannte und dazu ein Glasl Blaufränkisch Classic 2016, der jüngste Wein des Abends – echt super.

Bei Silvia Heinrich holten wir uns 2 Gläser Blaufränkisch vom Weingebirge 2015 und nahmen auf den Bierbänken platz: Endlich mal sitzen. Hier am anderen Ende des Festes gabs die jungen Leute und die Zelte mit Bier und Essen.

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Um 23:30 sollte das Fest schließen, mittlerweile war es 23:00 und für den ersten Abend hatten wir auch genug erlebt. Das letzte Glas wollten wir beim sympathischen Gerhard Kirnbauer trinken, einen Blaufränkisch 2016, der leider viel zu kalt war.

Zufrieden traten wir mit unseren beiden geleerten Riedel Gläsern den nicht zu unterschätzenden Heimweg von 1,5 km an.

Die Erkenntnis des Tages: Bei den uns eher unbekannten Weinbauern war mehr los als an den Ständen der uns bekannten, also den eher großen Namen. Es könnte vielleicht daran liegen, dass bei den eher „Kleinen“ die Chefleute selbst oder Familienmitglieder bei der Ausschank stehen, mit einem plaudern und einfach authentisch sind – das ist natürlich um Ecken anziehender.

Wir freuen uns schon auf morgen.

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